Liebe Leserin, lieber Leser! Eine neue Position, Aufträge, Mandate, Aufsichtsratspositionen kommen über Empfehlungen zu Ihnen. Das ist ein äußerst subtiles Geschehen, Menschen für sich zu gewinnen, damit sie sich für Sie einsetzen. Mit jeder Empfehlung kann die Reputation der/des Empfehlenden vergrößert oder angezweifelt werden. Ob es heißt, „Was für eine großartige Empfehlung, passgenau.“ oder „Na, diese Person passt doch gar nicht zu mir/zu uns/in die Topliga!“ – das Urteil fällt auf die Empfehlenden zurück. Es nützt oder schadet ihnen. Wollen Sie empfohlen werden, müssen Sie der empfehlenden Person die Sicherheit geben, dass Sie uneingeschränkt positiv wirken. Ohne Zweifel, ohne kleinste Störung im Kontakt. Schon minimale Irritationen können den Empfehlungsprozess abrupt stoppen, schließlich geht es zu Beginn nicht um Kompetenzen oder Erfolge, sondern um soziale Stimmigkeitssignale. Fehlen sie, dann landet der CV schon vor dem ersten Gespräch im Papierkorb. Wenn Sie Verhaltensweisen von unkomplizierter Großzügigkeit, Weltläufigkeit und Souveränität zeigen und immer wieder zeigen, geht es weiter. Wie können Sie diesen komplexen Prozess steuern? Wir haben es für Sie entschlüsselt.

Ihr Topmanagement Habitus entscheidet.

1. Stehen Sie zur eigenen Großartigkeit. Empfohlen wird eine echte Trouvaille, eine einzigartige Persönlichkeit. Die zeigt sich nicht durch Angeben, Monologisieren, Anpreisen Ihrer Kompetenzen und Eigenschaften, sondern durch entspanntes und dankbares Plaudern, warum und durch wen/mit wem Sie bestimmte Erfolge erzielen konnten. Werfen Sie ab und zu – kurz! – ein, was Sie bewegt.

2. Sprechen Sie in 10 großen Worten so über sich selbst, dass die Botschaft eins zu eins weitergegeben werden kann. Ihr Brand macht es anderen einfach. Formulieren Sie sehr kurz, an was Sie jetzt gerade mit Leidenschaft arbeiten, in welchem Kontext und warum.

3. Teilen Sie eindeutig Ihre Position mit. Manchmal ist weder in den sozialen Medien noch auf der Visitenkarte und auch nicht im Gespräch zu erkennen, auf welchem Verantwortungslevel jemand tätig ist. Das muss sofort zu erkennen sein, sonst gibt es am Ende eine unangenehme Überraschung für Ihren Ansprechpartner, der sich Ihnen gewidmet hat und dann glaubt, Sie unter- oder überschätzt zu haben – eine große Störung.

4. Gleiches gilt auch für eine Beraterin, einen Berater, die genau das sind: EINE Beraterin, EIN Berater. Auch wenn das Netzwerk noch so groß ist. Glaubwürdig bleibt, wer nachweist, hier wirkt ein äußerst kluger Kopf, mit großem Können und spezialisiertem Brand. Unglaubwürdig wirkt, wer stattdessen ein Unternehmen vortäuscht, durch Fantasiebezeichnungen wie Founder, Owner, CEO, Management-Partner, etc. oder konsequent von „wir“ statt „ich“ spricht.

5. Bleiben Sie unkompliziert, behalten Sie Ihre gut gelaunte Haltung. Bei fehlendem Feedback fassen Sie niemals nach. Sie drängeln nicht, Sie werden gefunden. Bei Absagen oder kritischem Feedback fragen Sie niemals nach, es gibt immer viele offizielle und inoffizielle Gründe, die müssen Sie nicht interessieren. Wenn Sie Ratschläge erhalten, etwa die Branche zu wechseln oder sich bei kleineren Unternehmen zu bewerben, ist dies einfach eine Art „Nein“ zu sagen, ohne „Nein“ zu sagen – das sollte Sie nicht irritieren.

6. Sprechen Sie niemals negativ über andere Menschen. Nicht über Chefs, frühere Chefinnen, Politiker, Kolleginnen. Negatives Sprechen schafft Distanz und Misstrauen, auch wenn Menschen unmittelbar zustimmen und sich anscheinend verbünden.

7. Zeigen Sie Dankbarkeit, durch Dankesbriefe, Geburtstags- und Weihnachtskarten und kleine Geschenke. Auch für Kleinigkeiten. Auch für Selbstverständlichkeiten. Fügen Sie immer öfter Ihren knappen Emails ein „Danke für …“ hinzu.

8. Sprechen Sie selbst Empfehlungen aus. Je mehr und öfter Sie selbst andere empfehlen, desto öfter wird an Sie gedacht.

9. Vermeiden Sie die Lässigkeitsfalle. Sie schnappt dann zu,
      - wenn Sie sich anerkannt und zugehörig fühlen und deshalb in der professionellen Spannung nachlassen,
      - wenn Sie die Unbeschwertheit und Unkompliziertheit der Topmanagement Community so missverstehen, als wäre hier für eine Empfehlung nicht Seriosität und Ernsthaftigkeit im Auftreten und Habitus, in den Inhalten und in der Sprache nötig,
      - wenn in einem Start-up alle total lässig drauf sind und nur noch Leichtigkeit suggeriert wird, solange, bis sich InvestorInnen wundern, wie hier jemals Geld verdient werden soll.

10. Bitten Sie niemals jemanden um eine Empfehlung (außer es geht um eine vom neuen Arbeitgeber gewünschte Referenz – die Sie dann natürlich selbst formulieren, um dem Referenzgeber Arbeit zu ersparen). Sprechen Sie immer über Ihre Wünsche, eine neue Aufgabe oder ein Mandat, das Sie interessiert, kurz und spezifisch im Inhalt, begeistert und unverbindlich/absichtslos in der Form.

11. Nach einer Empfehlung bedanken Sie sich mit einer Briefkarte. Diese Extra-Mühe wird anerkannt, auch wenn noch gar nichts passiert ist, denn sie ist nicht selbstverständlich. Führt die Empfehlung zu einem Kontakt, lassen Sie es den Empfehlenden mit Dank wissen. Führt die Empfehlung zu einem Auftrag, einer Position oder zu einem dauerhaften positiven Kontakt, schicken Sie ein angemessenes Geschenk und eine Dankeskarte.

12. Redundanz wirkt. Wenden Sie das gesamte Repertoire immer an, überall.


Wir wünschen viel Erfolg und sind an Ihrer Seite!
Ihre Dorothea Assig und Dorothee Echter

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                            Assig + Echter

Assig und Echter sind die Beraterinnen für das internationale Topmanagement, für herausragende Persönlichkeiten und ambitionierte Organisationen. Sie geben die entscheidenden Impulse für mehr Wirkungsmacht, Reputation und Einfluss. Mit ihrem Ambition Management, einem radikal neuen Ansatz, der den intrinsischen Antrieb und die Größe der einzelnen Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellt, erreichen Unternehmen Innovationskraft, Agilität und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
Die Beraterinnen sind gefragte Konferenzrednerinnen und Verfasserinnen mehrerer Fachbücher. Dazu zählen "Freiheit für Manager" und "Ambition. Wie große Karrieren gelingen", die beide im Campus Verlag erschienen sind.

 

FREIHEIT FÜR MANAGER

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