Liebe Leserin und lieber Leser!
Wie oft lesen Sie etwas mit Genuss, das Sie längst wissen? Warum haben kluge Zitate von Philosoph:innen und großen Denker:innen einen solchen Charme? Das Gehirn sucht Sicherheit, Bestätigung und Unterhaltung und kann sich umso besser entspannen, desto weiter weg vom Tun sich die Inhalte bewegen. Das folgenlose Aufnehmen und Reflektieren über Bekanntes fühlt sich gut an. Es gaukelt vor, Sie seien durch die Aktivität des Lesens, Verstehens, Zustimmens auf dem richtigen Weg.

Deshalb schreiben wir heute nicht darüber, wie wichtig andere Menschen für Ihren Erfolg sind. Wir schreiben stattdessen über die große Überwindung, die es viele ambitionierte Menschen kostet, Aktivitäten zur Gestaltung des WIR zu starten.


Das sollte für sie einfach sein, wenn es nicht soziale Ängste gäbe. Auch erfolgreiche Menschen sind davon beeinträchtigt, längst in der Topliga angekommen, fühlen sie sich dennoch nicht zugehörig. Gründe sind das mangelnde Wissen um die Codes, das mangelnde soziale Repertoire sowie die mangelnde Übung. Deshalb wollen sie sich den angstauslösenden Situationen nicht aussetzen. Und das führt zu Irritationen: Gastgeber:innen fragen sich, warum bekomme ich keine Antwort … warum ist diese Absage so merkwürdig distanziert formuliert … warum erhalte ich niemals eine Gegeneinladung? Geschäftspartner:innen wundern sich, warum gibt es eigentlich keinerlei Dank für meine Empfehlung, für mein Glückwunschgeschenk?

Wer von sozialen Ängsten geplagt ist, nimmt diese nicht als Ängste wahr, sondern tarnt sie vor sich selbst mit vernünftig klingenden Argumenten, wie zum Beispiel:

»  Ich gehöre doch noch nicht zur Topliga, wie sollte ich da heimisch sein?
»  Jetzt noch nicht, aber wenn unser Haus endlich renoviert ist, die Einrichtung auf dem neuesten Stand, die Kinder erwachsen … dann, ja dann ganz sicher … gebe ich ein großes Fest.
»  Ich arbeite viel, und ich habe Familie, wann wäre da mit meinem geringen Zeitbudget eine Community-Aktivität möglich?
»  In unserem Unternehmen ist das nicht üblich.
»  Ich war noch nie privat von Geschäftsfreundinnen/ Geschäftsfreunden eingeladen, wieso sollte ausgerechnet ich beginnen?

Wenn Sie der Topliga nahekommen, ist Zugehörigkeit die entscheidende Erfolgskomponente.


Sie wollen ihre Ambition leben und streben eine große Karriere an? Dann können Sie sicher sein, dass Ihnen Ihre sozialen Ängste begegnen und Sie sich in manchen gesellschaftlichen Situationen unbeholfen fühlen. Wie auch der heute international bekannte Physiker und Netzwerkwissenschaftler Albert-László Barabási1: „Als ich mit 26 Jahren Professor wurde, war ich sehr schüchtern, wie viele meiner Kollegen. Es kannten mich auch nicht viele. Mir war aber klar, es reicht nicht, Paper zu veröffentlichen. Die Forscher, die zu den großen in meinem Fach gehören, müssen mich kennen und ich muss sie kennen. Bei meiner ersten Konferenz, an der ich als Professor teilnahm, ging ich zu einem der ganz großen Nummern und sagte: 'Hallo, ich bin László Barabási. Ich habe Ihre Arbeit gelesen, hätten Sie Zeit, mit mir Abend zu essen? Ich würde mich gerne darüber unterhalten.' Ich war davon überzeugt, dass er sagen wird, ich soll verschwinden. Aber er sagte nur, Abendessen gehe nicht, aber vielleicht hätte ich mittags Zeit. Das war ein wichtiger Moment, in dem ich realisierte, niemand beißt einem den Kopf ab, wenn man auf sie zugeht und mit ihnen spricht. Vor allem nicht, wenn man ihre Arbeit kennt und anerkennt. Ich habe danach meine sozialen Fähigkeiten daran angepasst. Ich beherrsche die Kunst, mit anderen zu sprechen, mittlerweile ziemlich gut. Menschen, die mich jetzt kennenlernen, denken, ich bin sehr extrovertiert. Das habe ich mir angelernt. Tief drin würde ich mich am liebsten in meinem Zimmer verschanzen und Theoreme lösen.“2

Wir erleben es in unseren Coachings und Seminaren, wie leicht es der einen und wie schwer es dem anderen fällt, unbeschwerte informelle Business-Begegnungen mit anderen Menschen zu genießen – außerhalb vom Arbeitskontext und von Leistungsbeweisen.


Die gleiche Person, die in Meetings brilliert, kann im informellen Gespräch verschlossen, völlig verloren sein. Das soziale Kapital, die sozialen Fähigkeiten zu erweitern, gehört zu einem ambitionierten, erfüllten Leben dazu. Dr. Doris Märtin zeigt in ihrem sehr empfehlenswerten Buch HABITUS3 , wie entscheidend das für die große Karriere ist. Manche sehnen sich danach, endlich die spannenden, launigen Gespräche mit anderen erfolgreichen Menschen zu führen, die sie mit einem ambitionierten Leben verbinden, und es scheint ihnen gleichzeitig unmöglich zu sein, ihren bisherigen Lebensentwurf zu verändern. Andere probieren es aus, sie warten nicht darauf, dass ihre Ängste einfach verschwinden, sondern stürzen sich mutig in für sie schwierige soziale Situationen. Immer wieder. Alle Menschen kennen dieses Gefühl, ausgeschlossen zu sein. Wer in der einen Gruppe groß rauskommt, kann in einer anderen völlig untergehen. Unablässig passen sich Menschen an neue Bedingungen an. Wenn sie Grenzen erkennen, dann suchen sie einen neuen Umgang damit. Welchen? Rückzug und Vermeidung, oder Neugierde und Entdeckungen? Ihre Antwort kennen wir bereits: Wer im eigenen Leben auf Entdeckungstour ist, sieht Chancen im Neuen.

Wir sind Erfolg. Das ist die Formel für Ihre Topmanagement Erfolge. Eine Haltung, ein Habitus. Vor allem: ein Verhalten.


Dazugehören ist ein Resonanzphänomen und kann nicht für sich allein erlebt werden, sondern braucht die Interaktion mit anderen Menschen.


Wir sind an Ihrer Seite,
Ihre Dorothea Assig und Dorothee Echter

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1 Albert-László Barabási, https://science.orf.at/v2/stories/2992635/
2 Albert-László Barabási, https://science.orf.at/v2/stories/2992635/
3 Doris Märtin, Habitus: Sind Sie bereit für den Sprung nach ganz oben? Campus Verlag, 2019



      Assig+Echter Topmanagement Blog

                            Assig + Echter

Assig und Echter sind die Beraterinnen für das internationale Topmanagement, für herausragende Persönlichkeiten und ambitionierte Organisationen. Sie geben die entscheidenden Impulse für mehr Wirkungsmacht, Reputation und Einfluss. Mit ihrem Ambition Management, einem radikal neuen Ansatz, der den intrinsischen Antrieb und die Größe der einzelnen Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellt, erreichen Unternehmen Innovationskraft, Agilität und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
Die Beraterinnen sind gefragte Konferenzrednerinnen und Verfasserinnen mehrerer Fachbücher. Dazu zählen "Freiheit für Manager" und "Ambition. Wie große Karrieren gelingen", die beide im Campus Verlag erschienen sind.



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